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       Waldhilfe e.V.

Der Stadtwald – ein Schatz für Mensch, Fauna und Flora. 

Ihn gilt es zu bewahren

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Beitner-Sohn spendet Briefmarke für Waldhilfe

In ihren Anfangszeiten sammelte die Waldhilfe e.V. viele tausend D-Mark an Spendengeldern. Sehr erfolgreich waren die Verlosungen von attraktiven Preisen. Daran erinnert nun eine Briefmarke, die Norbert Hohenadel (77) bei der Deutschen Post in Auftrag gegeben hat. Sie zeigt ein Foto von der Ziehung der Gewinner. Links stehend der Gastronom und Ehrenvorsitzende der Waldhilfe, Andre Beitner. „Mit dieser Briefmarke erinnere ich an das Engagement meines Vaters für die Waldhilfe, die ich damit auch unterstützen will.

Mit einem Bogen der Waldhilfe-Briefmarke überraschten Norbert Hohenadel und dessen Lebensgefährtin Ruth bei einem Besuch den Waldhilfevorsitzenden Hansjörg Rehbein. Hohenadel und Rehbein pflegen seit vielen Jahren einen guten persönlichen Kontakt. „Die Briefmarke steht symbolisch für ein Kapitel Stadtgeschichte und ehrt Andre Beitner, ein Mensch, der viel für unsere Stadt getan hat. Wir werden dieses Geschenk auch als Werbeträger für unseren Verein nutzen.“ Interessenten können sich ab 1. Oktober an die Waldhilfe wenden (E-Mail hjr.rehbein@t-online.de). Briefmarken hat Hohenadel auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und dem Ehrenvorsitzenden der jüdischen Gemeinde Nicolaus Blättermann geschickt.

Auf dem Foto sind neben Beitner der Sportmoderator Hans E-Lorenz, die Schauspielerin und Sängerin Dunja Raiter, Ralf-D. Kanzler (später Vorsitzender und Ehrenvorsitzender Waldhilfe), die Naheweinkönigin Barbara Laubenstein (1984) und Jens Holste „le-Bistro“-Kompagnon von Andre Beitner abgebildet. 

Foto: Mit einem Bogen Briefmarken für die Waldhilfe überraschten Norbert Hohenadel (links) und dessen Lebensgefährtin Ruth Hansjörg Rehbein. Foto: Heike Rehbein

Kein Steinbruch auf Kosten des Kreuznacher Stadtwaldes

Nach einem sehr heißen Sommer mit anhaltender Trockenheit hoher Belastung für Menschen Tiere und Natur und spürbaren Auswirkungen der Klimakrise wird deutlich: Unser Stadtwald ist unverzichtbar. Er kühlt die Umgebung speichert Wasser schützt die Umgebung und bietet Lebensraum. Gerade jetzt dürfen wir keinen weiteren Wald verlieren.

Die   derzeit diskutierte Zustimmung zu Probebohrungen auf rund 60.000 m2 Bad Kreuznacher Stadtwald darf nicht zu einer vorweggenommenen Zustimmung zur späteren Erweiterung des Steinbruchs Traisen werden. Die Waldhilfe lehnt die Erweiterung sowie die Probebohrungen ab teilt der stellv. Vorsitzende Andreas Hofmann mit. Die Waldhilfe fordert den Stadtrat auf, „Erkundung und Abbau rechtlich und politisch eindeutig voneinander zu trennen“, sagt Vorstandsmitglied, der Jurist Kristof Mades. Die Probebohrungen machen aus Sicht der Waldhilfe wenig Sinn, da es in den 1980er-Jahren bereits welche gegeben hat und deren Ergebnisse an Aussagekraft nicht verloren haben dürften.

Wir haben bereits 6 Steinbrüche in der näheren Umgebung“ erklärt Andreas Hofmann und betont: „Der Wald darf nicht für einen weiteren Steinbruch gerodet werden, Schutz und Erhalt des Waldes muss Vorrang haben.“

Wanderer, Mountainbiker, Spaziergänger - Die Nutzungsdichte im Stadtwald ist bereits so groß, dass das dort lebende Wild kaum Rückzugsmöglichkeiten hat. Lange galt der Teil des Waldes, der für den Steinbruch gerodet werden soll, als relativ ruhig. Dort brütete auch der Kolkrabe, der größte Singvogel Europas, der aber kaum noch gesichtet wird. Noch hat die Europäische Wildkatze hier ihr Revier. Deren Vorkommen in Rheinland-Pfalz stellt, neben denen in Nordostfrankreich, Luxemburg und Südostbelgien, den letzten größeren zusammenhängenden Bestand in Mitteleuropa dar. Die Wildkatze wird in der Roten Liste für Rheinland-Pfalz als „potenziell gefährdet“ eingestuft. Sowohl die Wildkatze als auch der Kolkrabe sind durch Bundesnaturschutzgesetz sowie weitere Gesetze und Richtlinien streng geschützt. „Aus diesem Grund sehe Ich eine Baugenehmigung für eine Steinbrucherweiterung allein wegen der umweltrechtlichen Belange als nicht vertretbar an“, so Kristof Mades.

Die Zustimmung der Stadt als Grundstückseigentümerin ist von den erforderlichen öffentlich-rechtlichen Genehmigungen zu unterscheiden. Ein Stadtratsbeschluss ersetzt weder eine Abbaugenehmigung noch die notwendige Waldumwandlungs-, Natur- und Umweltprüfung. Er kann die Stadt jedoch politisch oder vertraglich binden und damit die spätere Entscheidung vorwegnehmen.

Die in der Öffentlichkeit kursierende Aussage, dieser Teil des Waldes sei fast wertlos, hält der Waldhilfevorsitzende Hansjörg Rehbein für fatal  und fahrlässig.  Wir brauchen mehr und nicht weniger Wald. Der Wald muss in seiner Funktion als Klimaanlage für die bebauten Gebiete gestärkt werden, Er dient zudem als Reservoir für sauberes Trinkwasser, Naherholungsbiet für die Menschen und Heimat für Tiere. 

Foto: Andreas Hofmann (rechts) und Hansjörg Rehbein präsentierten ihre Argumente gegen eine Steinbrucherweiterung bei einem Pressetermin auf dem Kornmarkt. Foto: Heike Rehbein

 

Steinbruch
nicht erweitern

 Wir brauchen mehr Wald und nicht weniger. Die Waldhilfe lehnt daher die geplante Steinbrucherweiterung bei Traisen zu Lasten des Kreuznacher Stadtwaldes ab. Der vom Gesetz vorgesehene Ausgleich des Eingriffs in die Natur – rund sechs Hektar Wald würden abgeholzt werden - stehe in keinem Verhältnis zu dem Schaden, der durch den zusätzlichen Abbau von Bau-Rohstoff entstehen würde und auch nicht zum wirtschaftlichen Nutzen. Die beiden Vorstandsmitglieder der Waldhilfe, Andreas Hofmann und Kristof Mades, fordern daher den Stadtrat auf, einer Erweiterung des Steinbruchs nicht zuzustimmen. Der CDU-Kommunalpolitiker Hofmann appelliert an die politischen Entscheidungsträger über Parteigrenzen hinweg Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen. Der Erhalt des Waldes sei ein zentraler Beitrag zum Klimaschutz und zur Lebensqualität der Menschen in der Region.  Unsere Wälder sind weit mehr als eine Ansammlung von Bäumen.

Sie speichern CO2 kühlen Ihre Umgebung schützen Böden und Wasser und bieten unzähligen Tier und Pflanzenarten einen Lebensraum. Jeder gerodete Hektar. ist ein enormer Verlust betont Hofmann.

Es würde Jahrzehnte dauern, bis an anderer Stelle ein Ausgleich geschaffen ist. „Das Landeswaldgesetz, das einen Ausgleich in einer Höhe von nur 1:1 vorsieht, ist nicht mehr zeitgemäß“, so Jurist Mades. Der Wald muss in seiner Funktion als Klimaanlage für die bebauten Gebiete gestärkt werden, Er dient zudem als Reservoir für sauberes Trinkwasser, Naherholungsbiet für die Menschen und Heimat für Tiere. Der Stadtwald ist ohnehin überbevölkert. Wildtiere finden dort kaum noch Rückzugsgebiete und ausreichend Nahrung.

Die Waldhilfe hat sich im Februar 2026 neu aufgestellt. Vorsitzender ist der Journalist Hansjörg Rehbein. Lorenz Berger, der junge und engagierte Stadtförster, ist der zentrale Ansprechpartner für die Waldhilfe, die künftig Aufforstungen und Pflege des Waldes sowie waldpädagogische Projekte mit Kindern finanziell fördern will.Dazu bedarf es Mithilfe und Unterstützung. Infos unter www.waldhilfe-kh.de.

Foto: Keine Erweiterung des Steinbruchs bei Traisen zu Lasten des Stadtwaldes. Das fordern die Waldhilfe-Vorstandsmitglieder Andreas Hofmann (links) und Kristof Mades. Foto: Hansjörg Rehbein

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Es kann losgehen:
Neuer Grill ist montiert

 

Die ersten Anfragen bzw. Reservierungen der Andre-Beitner-Hütte für waldpädagogische Projekte liegen bereits vor. Zuvor hat Waldhilfe-Vorstandsmitglied Mirko Wiehn dort den neuen Grill montiert. Bei dieser Gelegenheit lernten Wiehn und der Waldhilfe-Vorsitzende Hansjörg Rehbein die neuen Pächter des Freizeitgeländes aus dem Kuhberg, Diler und Tarkan Kalo, kennen. „Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit“, so Rehbein. Denn die Kalos werden die Hütte vermieten (Anfragen unter Telefon 0152 53777771 bzw. unter Kuhberg.kh@gmail.com).

Wer sich über die Förderung von waldpädagogischen Projekten durch die Waldhilfe informieren will, kann seine Anfrage an hjr.rehbein@t-online schicken.

Foto: Den neuen Grill montierte Mirko Wiehn (links). Die Andre-Beitner-Hütte wird das Pächter-Ehepaar Diler und Tarkan Kalo vermieten. Foto: Hansjörg Rehbein 

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